ZAAR - Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht
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Unternehmensrecht: Arbeits- und Sozialrecht

Der Schwerpunktbereich ist für die Zielgruppe derjenigen Studenten gedacht, die sich einerseits für wirtschaftliche Vorgänge im Unternehmen interessieren und wirtschaftlich denken können – andererseits den (arbeitenden) Menschen nicht aus dem Blick verlieren.

Das Arbeitsrecht ist ein besonders lebendiges Rechtsgebiet mit intensiven Spannungen zwischen den Beteiligten, was dem Rechtsanwender entsprechende Konfliktfähigkeit und soziale Kompetenz abverlangt. Harmoniesüchtige kommen nicht auf ihre Kosten, wenngleich am Ende einer noch so heftigen Auseinandersetzung häufig eine Einigung – in Form eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder auch eines Vergleichs auf Vertragsebene – steht. Die Praxis ist vielfach gezeichnet vom Lagerdenken – hier Arbeitgeber und Verband, dort Arbeitnehmer, Betriebsrat und Gewerkschaft. So gesehen bietet das Arbeitsrecht alles: hohes Konfliktpotenzial, intensive Beratungsdichte, pralles Leben.

Der Schwerpunkt 5 hat einen deutlichen Arbeitsrechtskern; hinzu kommen sozialrechtliche Elemente, weil Arbeits- und Sozialrecht in vielfacher Weise wechselwirken. Schließlich wird das Programm abgerundet durch gesellschaftsrechtliche Elemente, weil Unternehmensumstrukturierungen mit ihren komplexen arbeitsrechtlichen Folgen nur bewältigt werden können, wenn die gesellschaftsrechtlichen Vorgänge beim Arbeitgeber als Rechtsträger verstanden sind.

Arbeitsrecht als Prüfungsfach

Die Anforderungen an die Teilnehmer sind hoch: Der Komplexität der Lebenssachverhalte entspricht die Komplexität der Rechtsordnung – vor allem, weil das Arbeitsrecht kein systematisch geregeltes Rechtsgebiet ist, sondern ein Konglomerat aus Einzelgesetzen (wie Kündigungsschutzgesetz, Mutterschutzgesetz oder Betriebsverfassungsgesetz), Kollektivvereinbarungen und vor allem dem im Arbeitsrecht umfangreichen und bedeutenden Richterrecht (etwa zum Arbeitskampf, der vollständig richterrechtlich geordnet ist). Die Vorstellung, hier werde auf das Pflichtfach (Individual-)Arbeitsrecht nur ein wenig Zusatzstoff aufgesattelt, weswegen der Student es sich hier einfach machen könne, ist irrig und hat auch früher schon schlechteren Kandidaten das Examen „vermasselt“. Auf der anderen Seite können gute Kandidaten im Arbeitsrecht ihre kommunikativen Fähigkeiten besonders gut zur Geltung bringen. Wirtschaftliches Verständnis ist unerläßlich.

Die Berufsaussichten sind nach wie vor gut, wie ein Blick in die Inserate in NJW oder NZA zeigt. Das liegt einmal am weiten Einsatzspektrum – als Anwalt in der wirtschaftsberatenden Großkanzlei aber auch der kleineren Kanzleien bis hin zur echten Arbeitnehmerkanzlei; als Unternehmensjurist in der Rechts- oder Personalabteilung – dort dann auch mit personalwirtschaftlich gestaltenden Aufgaben betraut. Eine Besonderheit ist der Verbandsjurist im Arbeitgeberverband oder der Gewerkschaft. Sozialrechtlich Interessierte finden ihr Auskommen bei Sozialversicherungsträgern. Die Arbeitsbehörden brauchen arbeitsrechtlich versierte Juristen ebenso wie die Arbeitsgerichtsbarkeit. Auch an die Sozialgerichte ist zu denken.  

Wie spannend ist das Arbeitsrecht als Beruf ?

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Studienplan der Veranstalter

Den Studienplan der Veranstalter im Schwerpunktbereich – zur Unterstützung bei der Gestaltung eines individuellen Schwerpunktbereichsstudiums – finden Sie hier.

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Leitfaden

Die jeweils 3-stündigen Vorlesungen „Arbeitsrecht im Unternehmen“ (PDF-Dokument, 29 kB) „Recht der betrieblichen und der Unternehmensmitbestimmung“ (PDF-Dokument, 31 kB), „Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht“ (PDF-Dokument, 30 kB) sowie die 2-stündige Vorlesung „Grundlagen des Sozialversicherungsrechts“ (PDF-Dokument, 31 kB) bilden das Zentrum des Schwerpunktbereichs sowohl für die Prüfung als auch für die spätere berufliche Praxis.

Die Vorlesung „Arbeitsrecht im Unternehmen“, welche stets im WS angeboten wird, ist der geeignete Einstieg in das Schwerpunktbereichsstudium. Diese Vorlesung dient der Vertiefung der Pflichtfachvorlesung „Arbeitsrecht“, die im Sommersemester stattfindet und von allen Studierenden des Staatsexamensstudiengangs gehört werden muß. Die Vorlesungen „Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht“ und „Grundlagen des Sozialversicherungsrechts“ sollte parallel dazu besucht werden.

Daran schließt sich im SS die Vorlesung „Recht der betrieblichen und der Unternehmensmitbestimmung“ an. Damit kann das „Kernprogramm“ des Schwerpunktbereichs in zwei Semestern gehört werden.

Weiter gehören die Vertiefungsvorlesung „Sozialrecht im Unternehmen“ (PDF-Dokument, 29 kB) (SS) sowie die für die Vermittlung der notwendigen gesellschaftsrechtlichen Kenntnisse wichtige Vorlesung „Kapitalgesellschaftsrecht“ und die Vorlesung „Arbeitsgerichtliches Verfahren“ (PDF-Dokument, 25 kB) zum obligatorischen Pflichtstoff. Die zuletzt genannten Vorlesungen sollten in der „Mittelphase“ des Schwerpunktstudiums besucht werden. Dasselbe gilt für das Seminar im Schwerpunktbereich, in dem die für das Juristische Universitätsprüfung zählende Seminararbeit im Schwerpunktbereich geschrieben werden kann.

Ergänzt werden diese Veranstaltungen von weiteren Zusatzveranstaltungen mit praktischer oder internationaler Ausrichtung, etwa „Praxis der betrieblichen Mitbestimmung“ (PDF-Dokument, 16 kB) oder den Vorlesungen „Europäisches und Internationales Arbeitsrecht“ (PDF-Dokument, 25 kB) und „Arbeitsrechtsvergleichung“ (PDF-Dokument, 25 kB). Außerdem bereitet ein Examinatorium gezielt auf die Anforderungen vor, die in der mündlichen Prüfung des Schwerpunktbereichs gestellt werden.

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Veranstaltungsbeschreibungen

Die Kurzbeschreibungen der einzelnen Veranstaltungen im Überblick finden Sie hier (PDF-Dokument, 60 kB).


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